Kinect vs. Move

Die beiden Steuerungen im gamescom-Vergleich

Seite 2: Finalrunde & Fazit
Runde 3 - Umsetzung
Bisher konnten sowohl Sony als auch Microsoft einen entscheidenden Punkt landen. Nun hängt alles von der Finalrunde ab. Diesmal geht es um die Umsetzung. Selbst das beste Konzept und die am cleversten durchdachten Spiele nützen nichts, wenn das System von zu vielen Macken geplagt ist oder schlicht und ergreifend ungenau arbeitet. In dieser Runde versuchen wir die Frage zu beantworten, ob die beiden Technologien tatsächlich auch halten können, was sie versprechen.



Microsoft kommt dank Kinect ganz ohne Controller aus.


Auch hier ist der Vergleich zwischen Sonys Move und der Wii-Fernbedienung sehr treffend. Nicht nur, dass Controller und Technologie ähnlich sind, auch der Grad der Präzision von Move und der Wii-Fernbedienung inklusive MotionPlus ist nahezu der gleiche. Das ist zumindest der Eindruck, den wir während unserer begrenzten Anspielzeit gewinnen konnten. Allerdings bekommt Sony einige Punkte aufgrund der Benutzer(un)freundlichkeit abgezogen. Da das System nur in Verbindung mit der EyeToy Kamera funktioniert, ist bei vielen spielen eine mehrmalige Kalibrierung notwendig, was auf die Dauer ziemlich nerven kann. Zudem wird für Move umständlich viel Peripherie benötigt. Damit ein Spieler Move und wirklich jedes Move-Spiele voll ausnutzen könnte, braucht er/sie theoretisch, zwei Move-Controller ein Sub-Controller (die Playstation-Version des Nunchucks) und eine EyeToy Kamera. Diese Lösung ist für den Endkonsumenten nicht gerade übersichtlich und zusammengerechnet auch ziemlich teuer.



Ein Controller allein reicht noch nicht aus.


Microsoft macht da einen deutlich besseren Job. Zwar scheint auch für Kinect eine häufige Kalibrierung nötig sein - zumindest mit mehreren Leuten im Zimmer - allerdings genügt es zumeist einfach nur den Finger an der Kameralinse vorbeizufahren, um das System neu zu justieren. Microsoft hat sich hier deutlich an seinem anderen großen Konkurrent Apple orientiert und versucht das Interface und die Benutzung so simpel und intuitiv wie möglich zu gestalten - mit Erfolg. Die Präzision scheint darunter nicht zu leiden. Es ist erstaunlich wie genau Kinect auch kleinere Bewegungen erkennt und interpretiert. Zwar hat das System nach Aussage mancher Entwickler Probleme damit, Objekte und Bewegungen zu erkennen, die voreinander angelagert sind (etwa ein Schlag direkt nach vorne direkt auf Kopfhöhe), abgesehen davon ist es aber erstaunlich, wie akkurat jegliche Körperbewegungen interpretiert werden. Das soll nicht heißen, dass das System fehlerfrei ist, aber alles in allem waren wir doch erstaunt von der Genauigkeit Kinects.

Sieger: Kinect
Kinect: 2 - Move: 1



Fazit
Im direkten Vergleich konnte sich schlussendlich Microsofts Kinect als Sieger durchsetzen. Das Konzept ist brandneu, innovativ und hat eine Menge Potenzial. Das soll aber nicht heißen, dass Move zu nichts taugt. Beide Konzepte haben etwas für sich und letztendlich wird Sonys Move wohl in mehr Spielen und vor allem in mehr Hardcore-Spielen Einzug finden.
Eines steht jedenfalls fest: Ob man es gut findet oder nicht, nachdem die Wii den Weg geebnet hat, ist die Bewegungssteuerung endgültig in der Videospielwelt angekommen und wird wohl auch langfristig ein fester Bestandteil der Gamingszene bleiben.


 

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