gamescom-Previews: Namco Bandai

The Witcher 2, Enslaved, Majin und Inversion

Seite 1: Inversion-Preview
Betrachtet man nur das Spieleaufgebot, dann war die diesjährige gamescom sicherlich nicht die beste gamescom, die wir je erlebt haben (was die diesjährige gamescom automatisch zur schlechtesten machen würde, sonderlich alt ist die Kölner Messe ja noch nicht). Nichtsdestotrotz war auch diese gamescom wieder ein absolutes Highlight für jeden Gamer und es gab mal wieder eine Menge positive Überraschungen. Eine dieser Überraschungen ist dem Publisher Namco Bandai gelungen. Zwar konnte der japanische Spielevertreiber nicht so viele schwere Geschütze präsentieren wie etwa ein EA oder Activision, wusste aber dennoch durch interessante Konzepte und eine Menge Herzblut zu überzeugen. Neben dem pompös präsentiertem Beat 'Em Up Tekken X Street Fighter und Knights Contract - einem neu angekündigten Action-Titel, der uns abgesehen von den Namen der Hauptcharaktere (Heinrich und Gretchen) ziemlich kalt ließ - waren es der 3rd-Person-Shooter Inversion und die beiden ambitionierten Action-Adventures Majin and the Forsaken Kingdom und vor allem Enslaved: Odyssey to the West, die uns zu beeindrucken wussten.

Inversion-Preview
Aber eins nach dem anderen. Fangen wir zunächst einmal mit Inversion an. Der frisch angekündigte 3rd-Person-Shooter erinnerte auf den ersten Blick - und auch auf den zweiten - stark an Gears of War. Egal ob es nun um das Design der Umgebung, der Waffen oder der Gegner - die zwar menschlich zu sein scheinen, aber mit ihrer bulligen Statur und tiefen Stimme stark an die Locust erinnern - geht, dass Epics beliebte Shooterserie den Entwicklern als Vorlage diente, ist unbestreitbar.



Die Schwerkraft ist dein Freund.

Trotz der schon frappierenden Ähnlichkeit zu seinem Vorbild, weiß der Titel, der sich noch in einer frühen pre-Alpha-Version befindet und wohl erst zum Ende des Jahres 2011 erscheinen wird, durch so einige clevere Kniffe zu überzeugen. Das Hauptfeature des Spiels ist das Spiel mit der Schwerkraft, das mit der Referenz-Engine für alle Physikspielereien, der Havok-Engine in Szene gesetzt wurde. Der Menschheit ist es irgendwann irgendwie gelungen, die Schwerkraft unter Kontrolle zu bringen und das weiß euer Hauptcharakter für seine Zwecke auszunutzen. So könnt ihr zum Beispiel Gegner kurzzeitig aus dem Konzept bringen, in dem ihr ihnen quasi die Schwerkraft unter den Füßen wegreißt und zum Schweben bringt. Auch Gegenstände lassen sich zum Schweben bringen und verschieben oder als Deckung benutzen. Die beiden Schwerkraftfeatures waren an sich sehr interessant, verlieren auf die Dauer aber sicher ihren Reiz. Dem sind sich auch die Entwickler bewusst und haben uns versichert, dass man im Laufe des Spiels noch viele weitere Möglichkeiten der Schwerkraftsmanipulation zur Verfügung gestellt bekommen wird.

Groß angelegte Schwerkraftmanipulation hat allerdings ihren Preis, zumindest in der Welt von Inversion. So werdet ihr im Spiel mit einigen Schwerkraft-basierten Anomalitäten zu kämpfen haben. In dem uns vorgestellten Teil der Demo wurde die Schwerkraft zum Beispiel an manchen Stellen um 90° gekippt. So wurde der Hauptcharakter zum Beispiel ganz normal vom Boden angezogen, während eure Gegner an einer Häuserwand herumliefen, als wäre das alles nichts Außergewöhnliches. Das sieht nicht nur lustig aus, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf das Gameplay. Zum Beispiel veränderte sich dadurch auch die Flugbahn eurer Granaten erheblich.



Irgendetwas stimmt hier nicht.


Die Entwickler von Inversion haben ganz offensichtlich viel für Physik übrig, denn neben den Schwerkraftspielereien ist ein weiteres Kernelement von Inversion die Zerstörbarkeit eurer Umgebung. Hier haben die Entwickler Beeindruckendes geleistet. In manchen Stellen des Spiels lassen sich etwa mit Geschützen ganze Häuserfronten zerschießen oder einzelne Buchtstaben einer Leuchtreklame von der Wand holen. Auch die Deckung wurde dem Protagonisten während der Demo wiederholt unter den Füßen (oder besser: hinterm Rücken) weggeschossen. Man darf also hoffen, dass diese Technikspielerei nicht zum reinen Selbstzweck verkommen wird und tatsächlich auch größere Auswirkungen auf das Gameplay hat.



Die Deckung wird nicht lange halten.


Fazit: Inversion kommt optisch alles andere als innovativ daher, die uns vorgestellten Gameplayelemente machen aber definitiv Lust auf mehr und haben großes Potenzial. Allerdings haben wir zu wenig vom Spiel gesehen, um eine realistische Prognose über die Qualität des Spiels aufstellen zu können und so können wir nur hoffen, dass die Entwickler auch das Beste aus diesem vielversprechenden Konzept machen werden.


 



 

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