Bionic Commando

Endlich auch für den PC!

Seite 1: 20 Jahre später...
Seite 1: 20 Jahre später...
Seite 2: Fazit

Vor einiger Zeit erschien Bionic Commando für die XBox 360 und die Playstation 3. Jetzt steht der Titel endlich auch den PC-Jüngern zur Verfügung. Ob das Remake des 1987 erschienen Klassikers ein wahrer Höhenflug oder doch eher eine halbgare Konsolenumsetzung ist erfahrt ihr in unserem Testbericht.

 

Top Secret
Bionic Commando erschien bereits 1987. Unter dem Namen “Top Secret: Hitler no Fukkatsu” kam der Titel in Japan für das Nintendo Entertainment System (NES) auf den Markt – in den USA fiel das Spiel der Zensurschere zum Opfer und wurde in den heutigen Namen Bionic Commando umbenannt. Jetzt, 22 Jahre später, veröffentlicht Capcom ein Remake des Klassikers. In unserem Review der XBox 360-Version machte Bionic Commando bereits eine gute Figur und sahnte eine Wertung von 82% ab – klappt das auch bei der PC-Version?

 


Schauplatz ist die zerstörte Stadt "Ascension City"

 

Die Hauptfigur von Bionic Commado, Nathan Spencer, hat es nicht leicht. Erst wird dem jungen Mann ein bionischer Arm eingepflanzt, um im Krieg den Held zu mimen. Nach dem Krieg sieht alles aber ganz anders aus: Nathan gilt wie viele andere als gefährlich, sitzt gar in der Todeszelle – bis es zu einem nuklearen Angriff auf die Küstenstadt Ascension City kommt. Von nun an benötigt die Regierung einen „Superhelden“, der den Terroristen gehörig in den Hintern tritt. Wer wäre dafür besser geeignet als Kampfmaschine Spencer? Die Story wird euch im Spielverlauf durch Zwischensequenzen in Spielegrafik und Relais näher gebracht – leider oftmals in langweiligen Textbriefings.

 

Spring und schwing
Nathans Wunderwaffe ist der oben bereits erwähnte bionische Arm. Damit kann sich der Kerl durch die riesigen, zerstörten Häuserschluchten von Ascension City schwingen. Die Steuerung geht dabei stets flüssig von der Hand. Man merkt den Entwicklern von GRIN (Ghost Recon Advanced Warfighter) an, dass man PC-Spielern nicht wegen einer lieblos umgesetzten Steuerung den Spielspaß verderben will – super! Weniger super ist die Tatsache, dass jegliche Tipps mit XBox 360-Gamepad-Tasten angezeigt werden. Wenn die Steuerung schon so gut klappt, hätte man auch die Tooltipps dementsprechend umgestalten können.

 


Munition ist selten, nutzt sie also mit Bedacht

 

Im Laufe der Geschichte schwingt sich Nathan durch Ascension City – und das ist ganz schön umfangreich. Neben zerfallenen Brücken, Häuserruinen, überfluteten Stadtteilen schwingt ihr euch sogar durch den örtlichen Park. Der Spielverlauf ist aber eher simpel gestrickt. Oftmals müsst ihr nur von A nach B schwingen, dabei Massen von Terroristen eliminieren, schwebende Minen deaktivieren und die Radioaktivität meiden. Diese erkennt ihr an einem blauen Schleier, der die Spielewelt bedeckt. Kommt ihr zu nah, segnet ihr das zeitliche. Obwohl die Levels anfangs sehr frei wirken, werdet ihr durch die Radioaktivität in euren Aktivitäten begrenzt. Auch Wasser ist anhand des schweren Arms ein tödliches Gefilde. Ein Ableben ist besonders ärgerlich, da ihr in Bionic Commando nicht frei speichern könnt. Segnet ihr das Zeitliche, steigt ihr am letzten Speicherpunkt wieder ins Spiel ein – und die sind teilweise etwas frustrierend gesetzt.

 

Kampfmaschine
Damit Nathan den bösen Buben etwas entgegensetzen kann, verfügt der Herr über ein umfangreiches Waffenarsenal. Als Standardwaffe habt ihr die Pistole immer dabei und findet für das Schießeisen auch genug Munition. Ab und an könnt ihr eure Gegner zudem mit Granaten traktieren. Unterstützung erhaltet ihr zudem durch Super Joe. Der Herr versorgt euch nicht nur mit Aufträgen, sondern auch mit dicken Wummen. Egal ob Schrottflinte, Scharschützengewehr oder Raketenwerfern – hier bleiben fast keine Wünsche offen. „Fast“, denn oft leider ihr unter akutem Munitionsmangel.

 

Doch auch ohne blaue Bohnen kann Nathan ordentlich zulangen. Ein Schlag mit dem bionischen Arm lässt bei den meisten Widersachern das Licht ausgehen. Gegen besser gepanzerte Gegner helfen allerdings nur Spezialmanöver. So könnt ihr euch mit gewaltiger Kraft an die Gegner heranziehen lassen. Ein beherzter Tritt stürzt sogar die dicksten Gegner. Immer und immer wieder schaltet ihr solche Spezialmanöver für euren Arm frei – das macht das Ding zur genialen Allzweckswaffe, die sich nicht nur zum klettern und schwingen eignet.

 

Da seh’ ich blau!
Grafisch zeigt sich Bionic Commando solide: tolle Animationen, schöne Zwischensequenzen, hervorragendes Leveldesign und solide Effekte. Klar, eine Grafikreferenz ist der Titel nicht, dafür fehlt es an manchen Ecken an Feinarbeit. Texturen zeigen sich ab und an etwas unscharf und die Innenräume sind sehr detailarm. Zudem wirkt der blaue Strahlungseffekt schlicht und einfach hässlich. Soundtechnisch weiß Bionic Commando zu gefallen: Granaten haben ausreichend Rums, die Synchronsprecher machen einen fantastischen Job (Sprecher von Nathan ist übrigen Mike Patton, Sänger von Faith No More) und die musikalische Untermalung setzt immer zum passenden Zeitpunkt ein.

 


Grafisch geht Bionic Commando in Ordnung

 

Als nette Dreingabe haben die Entwickler zudem einen Mehrspielermodus spendiert. In den Modi Deathmatch und Team-Deathmatch haut ihr euch – inkusive Einsatz des bionischen Arms – mit bis zu acht Spielern gegenseitig die Köpfe ein. Ist okay, anhand der wenigen Spielmodi aber keine Alternative zu großen Mehrspielerkrachern.


Seite 1: 20 Jahre später...
Seite 2: Fazit

 

Seiten (0):


 
Kommentar schreiben
Name: *
eMail:
Homepage:
Titel:
Text: *

» Codes
» Smilies
    
Visuelle Bestätigung: =>