Back to the roots
Natürlich müsst ihr - egal für welche Fraktion ihr euch entscheidet - Quests erledigen. Und hier bietet Risen alles, nur nicht zu wenig. Neben den traditionellen Botenquests und müsst ihr ab und an ganz ausgefallene Aufträge erledigen. Beispielsweise redet einer der Banditen nur, wenn ihr ihn mit Bier beliefert und die nahenden Monster ausschaltet. Das geht vollkommen in Ordnung, sonderlich heraus stechen die Quests aber trotzdem nicht. Gesundes Mittelmaß eben. Natürlich werden auch die belohnt, welche die Welt nach Besonderheiten absuchen. In diversen Tempeln und Höhlen findet ihr Items, die ihr natürlich weiterverkaufen könnt. Beim Handel müsst ihr nur darauf achten, dass ihr auch anständiges Geld verlangt - oftmals sollt ihr nämlich viel weniger bekommen, als der Gegenstand eigentlich wert ist.
![]() Allerhand fiese Kreaturen wollen euch ans Leder |
Im Laufe des Abenteuers lernt euer Held natürlich auch allerhand dazu. Je mehr Monster ihr dem Erdboden gleich macht und je mehr Quests ihr löst, umso mehr Lernpunkte und Gold erhaltet ihr. Bei den Levelaufstiegen erweitert sich dann fortan eure Lebensanzeige. Um jedoch beispielsweise gut in diversen Fähigkeiten - wie dem Umgang mit der Armbrust oder dem Schwert - zu werden, müsst ihr Lernpunkte und Gold investieren. Wichtig ist es, sich dabei schon von Anfang an für einen Weg zu entscheiden, also ob man lieber der zähe Kämpfer, der leise Dieb oder der mächtige Magier wird, da die Lernpunkte doch recht rar gesät sind. Lernpunkte, die ihr nicht in solche essentiellen Fähigkeiten investiert, könnt ihr zum Lernen von diversen Eigenschaften, wie Bier brauen und Tiere ausweiden, nutzen.
![]() Jeder Charakter in Risen verfolgt einen festen Tagesablauf |
Um beispielsweise Bier zu brauen, benötigt ihr eine spezielle Pflanze. Diese Items sind überall in der Welt verteilt. Ihr könnt sie - genug Fähigkeiten in Alchemie vorausgesetzt - zum brauen von Zaubertränken nutzen oder roh verzehren - Nebenwirkungen inklusive. Fleisch könnt ihr auch roh essen, mit einer Pfanne im Gepäck könnt ihr das tote Tier aber auch an jeder belieben Feuerstelle braten. Das schmeckt nicht nur besser, sondern bringt euch zudem mehr Lebenspunkte als rohes Fleisch.
Wo geht's hier lang?
Die Bedienbarkeit von Risen ist den Entwicklern von Piranha Bytes sehr gut gelungen. Jederzeit könnt ihr die Werte eures Charakters in einem überschaubaren Fenster anschauen. Auch toll sind die Regional- und Weltkarte, zumal ihr euch absolut übersichtlich die Position eurer aktuellen Questziele anzeigen lassen könnt. Das übersichtliche Interface rundet das positive Gesamtbild gekonnt ab - selbst Neulinge kommen hier sofort klar.
![]() Die Spielewelt von Risen ist glaubhaft gestaltet |
Allgemein muss sich Risen vor Genregrößen nicht verstecken. Die Städte wirken lebendig, die Bürger gehen ihrem normalen Tagesablauf nach - legen sich also schlafen oder arbeiten - und sind somit nicht nur schmuckes Beiwerk. Von seiner besten Seite zeigt sich Risen aber in der Natur. Bäume wiegen sich sanft im Wind, die Sonne strahlt aus allen Rohren oder es regnet. Wahnsinn, mit welcher Liebe zum Detail Piranha Bytes hier zu Werke gegangen ist. Selbst Schmetterlinge durchstreifen das Grün. Trotz diesem positiven Eindruck bleibt das grafische Gesamtbild von Risen hinter den Erwartungen zurück. Versteht uns nicht falsch: das Spiel sieht definitiv gut aus, kann mit aktuellen Referenzen aber nicht mithalten. Das fällt vor allen Dingen bei den Charaktermodellen auf. Hier wiederholen sich einzelne Gesichter minimal verändert viel zu oft und auch sonst wirken die Männer und Frauen von den Proportionen her etwas seltsam. Kombiniert mit den holzigen Animationen wirkt das Ganze teilweise sogar unfreiwillig komisch. Auch einige Texturen strotzten nicht gerade vor Details und einige Clipping-Fehler trüben das Gesamtbild. Durchweg gelungen ist bei Risen dafür die akustische Untermalung. Der Soundtrack passt perfekt zum Geschehen und die Vertonung der einzelnen NPCs ist vorbildlich. Besonders der betrunkene Bandit im Sumpf hat es uns angetan.
Die wichtigste Frage für alle Gothic 3-Geschädigten dürfte aber sein: ist Risen so verbuggt wie sein inoffizieller Vorgänger? Unsere Antwort: Nein! Während unseres Tests lief Risen durchweg stabil, Abstürze oder ähnliches konnten wir nicht verzeichnen. Lediglich einige Grafikfehler - wie die oben genannten Clipping-Fehler - traten auf, was den Spielfluß aber in keinster Weise weiter stört.
Kommentare (0) | Stefan
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Risen
Rollenspiel
Entwickler: Piranha Bytes
Verlag: Deep Silver
Ein namenloser Mann erleidet Schiffbruch. Nur er und eine schöne Frau überleben das Unglück. Doch ist die fremde Insel tatsächlich die Rettung? Ein Vulkan ist zu neuem Leben erwacht, mysteriöse Ruinen erheben sich aus der Erde, monströse Wesen überfallen die Einwohner. Und zu allem Überfluss gibt es auch noch die Inquisition, ein Verbund von mächtigen Hütern, die wie besessen nach Artefakten in den Ruinen suchen und dabei keine Skrupel kennen. Eine abenteuerliche Reise durch eine fantastische und gefährliche Welt beginnt für den Helden ohne Erinnerung – der unfreiwillig zur letzten ...weiterlesen

Verlag: Deep Silver
Ein namenloser Mann erleidet Schiffbruch. Nur er und eine schöne Frau überleben das Unglück. Doch ist die fremde Insel tatsächlich die Rettung? Ein Vulkan ist zu neuem Leben erwacht, mysteriöse Ruinen erheben sich aus der Erde, monströse Wesen überfallen die Einwohner. Und zu allem Überfluss gibt es auch noch die Inquisition, ein Verbund von mächtigen Hütern, die wie besessen nach Artefakten in den Ruinen suchen und dabei keine Skrupel kennen. Eine abenteuerliche Reise durch eine fantastische und gefährliche Welt beginnt für den Helden ohne Erinnerung – der unfreiwillig zur letzten ...weiterlesen



