Ein Shooter mit Tiefgang
Der Anfang vom Ende
Die Abstinenz eines Mehrspielermodus im ersten Teil von Bioshock wurde von den meisten Kritikern begrüßt. Schließlich ist Bioshock eine ganz besondere Erfahrung, ein Spiel, dass von seiner Story und der Atmosphäre lebt, die sich so nicht auf einen Mehrspielermodus reproduzieren lässt. Umso erstaunlicher ist es also, dass die Jungs von 2K Bioshock 2 diesmal mit einem Mehrspielermodus ausgestattet haben. Dieser passt jedoch erstaunlicherweise perfekt in das Gesamtbild von Bioshock. Denn die Entwickler haben sich nicht damit zufrieden gegeben, einfach nur ein typischen Shootermultiplayermodus mit ein paar zusätzlichen Plasimiden zu kreieren. Nein, der Mehrspielermodus hat tatsächlich sogar eine Story! Er spielt nämlich noch vor den Ereignissen des ersten Teils und läutet den Beginn der Plasmid-Ära ein. Zu Beginn wählt ihr einen von mehreren Charakteren mit einer ganz eigenen Hintergrundstory und ganz eigenen Motivationen, der sich dazu angemeldet hat, die neuesten Plasmide zu testen und sich so in den Kampf gegen andere Spieler begibt. Durch erbrachte Leistung steigt ihr im Level auf und habt so neben neuen Waffen auch Zugang zu neuer Kleidung oder neuen Audiologs eures Charakters, die mehr über dessen Motivationen und Geschichte preisgeben. Das Drumherum um den Mehrspielermodus ist sehr liebevoll kreiert und man merkt deutlich, wie die Entwickler sich bemüht haben, den Flair des Einzelspielermodus auch im Multiplayereinzufangen. Veteranen werden sich dabei vor allem darüber freuen, dass die Multiplayermaps den Levels im ersten Bioshock nachempfunden sind.
![]() Der Big-Daddy-Anzug: Wer ihn hat, hat's gut |
Die Modi an sich sind dabei allerdings typische Shooterkost, auch wenn sie einen anderen Namen tragen. So gibt es zum Beispiel nicht den Modus "Capture the Flag", sondern "Capture the Sister". Auch hier bleibt das Spiel vom Setting her seinen Wurzeln treu. Aufgelockert wird das Alles dann noch durch Plasmide, Tonika, Waffenupgrades und einen ab und an im Level auftauchendem Big Daddy Anzug, der natürlich von jedem Spieler heiß begehrt wird. Alles in allem ist der Mehrspielermodus nicht revolutionär, aber anders und interessant genug, als dass er es auch wert ist ausgiebig gespielt zu werden.
Sorge der erste Teil noch dafür, dass einem bei der atemberaubenden Grafik und den tollen Effekten die Kinnlade herunterklappt, so hat sich bei Bioshock 2 leider nicht allzu viel im Vergleich zum Vorgänger getan und so sieht das Spiel zwar immer noch ziemlich gut aus, setzt jedoch keinerlei Maßstäbe und generell muss man die grafischen Unterschiede schon mit der Lupe suchen. Nichtsdestotrotz hat Bioshock 2 stilistisch gesehen nichts von seiner Faszination verloren. Rapture weiß zu faszinieren wie eh und je und die Vertonung ist wieder einmal superb. Zwar kommt das Spiel nur in der deutschen Sprachausgabe daher, diese ist jedoch sowas von gelungen, dass sich kaum einer überhaupt über das Fehlen der Originalstimmen beklagen wird. So und nicht anders muss eine deutsche Lokalisierung klingen. Hut ab!
Kommentare (0) | Matthias
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Bioshock 2

Action
Verlag: 2K Boston/2K Australia
Etwa 10 Jahre nach den Ereignissen des ersten BioShock erklingen in den Gängen von Rapture erneut die Sünden der Vergangenheit. Entlang der atlantischen Küste hat ein Monster kleine Mädchen entführt und sie zurück nach Rapture, der Stadt im Meer, gebracht. Der Spieler schlüpft in die Rolle des wohl bekanntesten Einwohners von Rapture, dem Big Daddy, und wandert durch die verfallene und doch wunderschöne Stadt auf der Jagd nach einem unbekannten Feind und auf der Suche nach Antworten, um das eigene Überleben zu sichern. Der Multiplayer-Modus von BioShock 2 ergänzt das Universum um eine ...weiterlesen




