Ein Spielplatz für Erwachsene
Seite 1: Ein Spielplatz für Erwachsene
Grand Theft Auto ist euch zu ernst? Ihr wollt das gleiche Spielprinzip, allerdings noch viel abgedrehter. Da könnte Saints Row: The Third, der mittlerweile (oh Wunder!) dritte Teil der Serie, genau euren Geschmack treffen. Abgedrehter kann ein Actionspiel nicht sein. Warum? Lest unseren Testbericht.
Von Dicken und Dünnen
Saints Row: The Third ist ein riesengroßer Spielplatz, wenn man es ganz grob betrachtet. Ihr entert die abgedrehte Welt Steelport und könnt ab sofort sprichwörtlich die Sau raus lassen. Dabei stellen sich euch ganz viele, unangenehme Zeitgenossen wie der mexikanische Wrestler Killbane (vertont vom legendären Hulk Hogan), der Cyber-Guru Matt Miller oder der Belgier Philipe Loren in den Weg. Letztgenannter ist Anführer der Verbrecherorganisation „The Syndicate“ und kommt mit uns, den Saints, in Clinch, als wir eine seiner zahlreichen Banken ausrauben wollen. Ein Bandenkrieg ist vorprogrammiert und unausweichlich. Verbündete haben wir auch, zum Beispiel den riesigen Prügelknaben Oleg, den Pimp Zimos oder die sexy Shaundi. Entwickler Voliton konfrontiert euch durchgehend mit ausgefallenen Charakteren, die eure Lachmuskeln strapazieren. Hier zeigt Saints Row: The Third schon, dass es eben anders als die üblichen Genrevertreter ist – und das gefällt.
Das Gameplay erinnert an die Vorgänger, wurde aber verbessert. In den vorigen Teilen musstet ihr gezwungenermaßen Nebenaufträge erledigen, um Respekt zu verdienen. Das ist in Saints Row: The Third genau so, ist aber eher in die Handlung eingepflegt. Nerven tut es trotzdem, denn es zieht die Story künstlich in die Länge. Zudem sind viele Nebenmissionen, etwa das Anfahren lassen von Autos, um Cash von der Versicherung zu bekommen, schon aus den Vorgängern bekannt.
Viel zu tun
Wer allerdings Bock auf unterschiedliche Aktivitäten hat und entsprechend auf die Story pfeift, hat in Steelport trotzdem viel zu tun. Die sind zwar, wie erwähnt, weitestgehend bekannt, aber immer noch lustig und unterhaltsam. So klaut ihr Autos, eskortiert Personen oder lasst euch einfach nur von Autos anfahren. Voliton hat dem Titel aber auch einige neue Aktivitäten spendiert. In „Guardian Angel“ müsst ihr beispielsweise mit einem Tiger (!) durch die Gegend düsen, ohne andere Fahrzeuge zu berühren. Tut ihr es doch, tut euch das Raubkätzchen eben weh. In „Tank Mayhem“ macht ihr indes genau das Gegenteil: Ihr rattert mit einem Panzer durch die Stadt und ballert möglichst alles in Stücke, was euch vors Rohr kommt. Besonders gefallen hat uns aber „Professor Genki’s Super Ethical Reality Climax“. Unter diesem diffusen Namen verbirgt sich eine Aktivität, bei der ihr euch durch Arenen voll mit Freaks ballert. Wir empfehlen übrigens auch, Professor Genki’s Man-A-Pult Car auszuprobieren.
Ihr merkt: Lachanfälle sind in Saints Row: The Third förmlich vorprogrammiert. Das ist auch beim umfangreichen Charaktereditor der Fall, der absolut keine Wünsche offen lässt. Dicker Mobster? Ja. Drogenjunkie mit Dreadlocks? Natürlich. Oder einfach nur nackt durch Steelport laufen? Alles kein Problem. Wen wundert es jetzt noch, dass Saints Row: The Third nicht vollkommen ungeschnitten in unsere Gefilde kommt? Allerdings hat die Schere nicht so heftig wie bei den Vorgängern zugelangt. Trotzdem müsst ihr vier Schnitte in Kauf nehmen: Ihr könnt keine Passanten mehr als Schutzschild missbrauchen, ihr dürft im Mehrspielermodus nur mit deutschen Mitspielern zocken, der Modus „Whored Mode“ fehlt und die Cops reagieren schneller auf Verbrechen an der Bevölkerung.
Aua, aua, aua
Denn losgehen könnt ihr auf die Passanten sehr wohl und dabei, genau wie bei euren Gegnern, auf ein reichhaltiges Angebot an Nahkampfangriffen zurückgreifen. Tritte in die Weichteile, irre Wrestlingmoves und sonstige Aktionen sind dabei selbstverständlich kein Problem. Das Gameplay mit Schießprügeln blieb indes weitestgehend unangetastet. Ihr ballert euch also weiter in der Third-Person-Perspektive durch Gegnermassen und verzichtet dabei auf ein großartiges Deckungssystem. Die Gegner laufen euch die meiste Zeit wie die Moorhühner vor den Lauf. Kein Ding, sind sie doch meiste Zeit nur Opfer für die äußerst ausgefallenen Waffen des Titels. Neben einer Schallkanone könnt ihr auch auf einen übergroßen Dildo zurückgreifen, mit dem ihr eure Widersacher verdrescht. Wenn die KI allerdings mal nervt, dann wenn es unsere Kumpanen im Spiel angeht. Es passierte uns zwar nicht häufig, aber ab und an sind unsere Mitstreiter an Objekten hängen geblieben – ein Weiterkommen im Spiel war nicht mehr möglich, das Neuladen des Checkpoints der einzige Ausweg.
Aber egal, Saints Row: The Third macht Spaß. Es begeistert mit ausgefallenen Waffen, unvorhersehbaren Ereignissen und schrägen Charakteren. Wer Zeit hat, sollte den Trip nach Steelport auf jeden Fall mal buchen.
Von Dicken und Dünnen
Saints Row: The Third ist ein riesengroßer Spielplatz, wenn man es ganz grob betrachtet. Ihr entert die abgedrehte Welt Steelport und könnt ab sofort sprichwörtlich die Sau raus lassen. Dabei stellen sich euch ganz viele, unangenehme Zeitgenossen wie der mexikanische Wrestler Killbane (vertont vom legendären Hulk Hogan), der Cyber-Guru Matt Miller oder der Belgier Philipe Loren in den Weg. Letztgenannter ist Anführer der Verbrecherorganisation „The Syndicate“ und kommt mit uns, den Saints, in Clinch, als wir eine seiner zahlreichen Banken ausrauben wollen. Ein Bandenkrieg ist vorprogrammiert und unausweichlich. Verbündete haben wir auch, zum Beispiel den riesigen Prügelknaben Oleg, den Pimp Zimos oder die sexy Shaundi. Entwickler Voliton konfrontiert euch durchgehend mit ausgefallenen Charakteren, die eure Lachmuskeln strapazieren. Hier zeigt Saints Row: The Third schon, dass es eben anders als die üblichen Genrevertreter ist – und das gefällt.
![]() Saints Row: The Third ist herrlich abgedreht. |
Das Gameplay erinnert an die Vorgänger, wurde aber verbessert. In den vorigen Teilen musstet ihr gezwungenermaßen Nebenaufträge erledigen, um Respekt zu verdienen. Das ist in Saints Row: The Third genau so, ist aber eher in die Handlung eingepflegt. Nerven tut es trotzdem, denn es zieht die Story künstlich in die Länge. Zudem sind viele Nebenmissionen, etwa das Anfahren lassen von Autos, um Cash von der Versicherung zu bekommen, schon aus den Vorgängern bekannt.
Viel zu tun
Wer allerdings Bock auf unterschiedliche Aktivitäten hat und entsprechend auf die Story pfeift, hat in Steelport trotzdem viel zu tun. Die sind zwar, wie erwähnt, weitestgehend bekannt, aber immer noch lustig und unterhaltsam. So klaut ihr Autos, eskortiert Personen oder lasst euch einfach nur von Autos anfahren. Voliton hat dem Titel aber auch einige neue Aktivitäten spendiert. In „Guardian Angel“ müsst ihr beispielsweise mit einem Tiger (!) durch die Gegend düsen, ohne andere Fahrzeuge zu berühren. Tut ihr es doch, tut euch das Raubkätzchen eben weh. In „Tank Mayhem“ macht ihr indes genau das Gegenteil: Ihr rattert mit einem Panzer durch die Stadt und ballert möglichst alles in Stücke, was euch vors Rohr kommt. Besonders gefallen hat uns aber „Professor Genki’s Super Ethical Reality Climax“. Unter diesem diffusen Namen verbirgt sich eine Aktivität, bei der ihr euch durch Arenen voll mit Freaks ballert. Wir empfehlen übrigens auch, Professor Genki’s Man-A-Pult Car auszuprobieren.
![]() Auch mit verrückten Wrestlern bekommt ihr es zu tun - das ist keine Show! |
Ihr merkt: Lachanfälle sind in Saints Row: The Third förmlich vorprogrammiert. Das ist auch beim umfangreichen Charaktereditor der Fall, der absolut keine Wünsche offen lässt. Dicker Mobster? Ja. Drogenjunkie mit Dreadlocks? Natürlich. Oder einfach nur nackt durch Steelport laufen? Alles kein Problem. Wen wundert es jetzt noch, dass Saints Row: The Third nicht vollkommen ungeschnitten in unsere Gefilde kommt? Allerdings hat die Schere nicht so heftig wie bei den Vorgängern zugelangt. Trotzdem müsst ihr vier Schnitte in Kauf nehmen: Ihr könnt keine Passanten mehr als Schutzschild missbrauchen, ihr dürft im Mehrspielermodus nur mit deutschen Mitspielern zocken, der Modus „Whored Mode“ fehlt und die Cops reagieren schneller auf Verbrechen an der Bevölkerung.
Aua, aua, aua
Denn losgehen könnt ihr auf die Passanten sehr wohl und dabei, genau wie bei euren Gegnern, auf ein reichhaltiges Angebot an Nahkampfangriffen zurückgreifen. Tritte in die Weichteile, irre Wrestlingmoves und sonstige Aktionen sind dabei selbstverständlich kein Problem. Das Gameplay mit Schießprügeln blieb indes weitestgehend unangetastet. Ihr ballert euch also weiter in der Third-Person-Perspektive durch Gegnermassen und verzichtet dabei auf ein großartiges Deckungssystem. Die Gegner laufen euch die meiste Zeit wie die Moorhühner vor den Lauf. Kein Ding, sind sie doch meiste Zeit nur Opfer für die äußerst ausgefallenen Waffen des Titels. Neben einer Schallkanone könnt ihr auch auf einen übergroßen Dildo zurückgreifen, mit dem ihr eure Widersacher verdrescht. Wenn die KI allerdings mal nervt, dann wenn es unsere Kumpanen im Spiel angeht. Es passierte uns zwar nicht häufig, aber ab und an sind unsere Mitstreiter an Objekten hängen geblieben – ein Weiterkommen im Spiel war nicht mehr möglich, das Neuladen des Checkpoints der einzige Ausweg.
![]() Raketenwerfer gehören nicht zu den abgedrehten Waffen des Spiels. |
Aber egal, Saints Row: The Third macht Spaß. Es begeistert mit ausgefallenen Waffen, unvorhersehbaren Ereignissen und schrägen Charakteren. Wer Zeit hat, sollte den Trip nach Steelport auf jeden Fall mal buchen.
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Saints Row: The Third

Action
Entwickler: Volition, Inc.
Verlag: THQ
Viele Jahre, nachdem die Third Street Saints die Stadt Stilwater übernommen haben, sind sie von einer Bande Krimineller zu einem Markenbegriff avanciert! Saints Schuhe, Saints Energy Drinks und Johnny-Gat-Wackelpuppen sind in allen Geschäften in Ihrer Nähe erhältlich. Die Saints sind die Könige von Stilwater, aber ihr Ruhm und Reichtum sind nicht unbemerkt geblieben. Das Syndikat, eine legendäre kriminelle Bruderschaft, die ihre Hände in fast allen Dingen auf dieser Welt hat, wendet sich nun den Saints zu und verlangt Tribut! Die Saints aber denken gar nicht daran, sich dem Syndikat zu ...weiterlesen






