Seite 1: Cyberpunk par excellence

Goin' Downtown ist schon lange in aller Munde, was nicht zuletzt an der auffallenden Grafik liegt. Entwickler Silver Style Entertainment ist in hauptsächlich durch Titel wie Everlight bekannt geworden. Jetzt ist der Titel endlich erhältlich und erinnert stark an das mittlerweile in die Jahre gekommene Blade Runner. Doch das ist in keinster Weise negativ zu verstehen: grafisch wie auch spielerisch weiß das Spiel - bis auf wenige Ausnahmen - definitiv zu überzeugen. Doch um was geht es in Goin' Downtown überhaupt?


 


 

Wo sind sie hin?
Ihr seid ein New Yorker Polizist namens Jake McCorly und arbeitet im Jahre 2072 an einem Fall: mehrere Prostituierte sind spurlos verschwunden. Jetzt liegt es natürlich an euch, den Fall zu lösen. Denn ihr schlüpft in die Rolle von Jake - und der hat eigentlich genug Probleme an der Backe. So ist seine Frau bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen und auch sonst hält Jake diese seelischen Strapazen nur noch mit Medikamenten durch. Eines Tages findet ihr die Prostituierte Rose direkt vor eurer Haustür - in desaströsem Zustand. Wenige Stunden später ist die Frau tot - wie viele andere Lustfrauen auch. Klingt spannend und ist es auch. Leider wird die Story teilweise etwas unübersichtlich. Interessant ist, dass ihr per Knopfdruck zwischen Tag und Nacht umschalten könnt, um Rätsel zu lösen. So findet ihr in der örtlichen Bar nur Nachts wichtige Informanten, tagsüber ist hier jedoch meist tote Hose. Noch cooler: der sogenannte Simulator. Hier reist ihr im Prinzip in der Zeit zurück und guckt euch das simulierte Verbrechen an. Aber Achtung: greift ihr zu stark ein, bricht der Simulator ab und euch fehlen möglicherweise wichtige Informationen. Diese Informationen benötigt ihr um die vielen Rätsel im Spiel zu lösen. Diese sind allerdings nicht allzu schwer, weshalb die Spielzeit von Goin' Downtown hochgerechnet 10 Stunden beträgt. Nicht wenig, aber für ein Adventure auch nicht wirklich viel.


 


 

Comisch
Ihr steuert Jake per 3rd-Person-Perpektive mit der Maus durch die Levels. Hierbei kommt die allseits bekannte Point-and-Click Steuerung zum Einsatz. Das Inventar ist übersichtlich am unteren Bildschirmrand platziert. Hier findet ihr auch das PDA, welches euch hilft, solltet ihr bei einem Rätsel einmal akut nicht weiterkommen. Das finden wir gut, denn es hilft auch Einsteigern, sich in Goin' Downtown zurecht zu finden.


 


 

Grafisch bewegt sich der Titel durchweg im grünen Bereich. Was besonders heraussticht ist die Nutzung der Cel-Shading-Technologie. Typisch hierfür sind zum Beispiel schwarze Konturen bei den Charakteren - so wirkt alles wie aus einem Comic. Ebenfalls erwähnenswert: die Animationen. Hier hat Entwickler Silver Style Entertainment sehr gute Arbeit geleistet, bewegen sich die Charakter doch sehr flüssig durch die Levels. Apropos: auch hier wurde nicht gekleckert. Die Hintergründe sind schön gezeichnet und wirken wie aus einem Guss. Auch Shader 3.0 Effekte kommen zum Einsatz - die Texturen der Charakter sehen also dementsprechend gut aus.


 


 

Auch soundtechnisch weiß Goin' Downtown zu überzeugen. Die Hintergrundmelodie ändert sich je nach Location und auch die Synchronisation der Charaktere ist durchaus gelungen. Kein Wunder, sind hierfür doch die Synchronstimmen von Will Smith, George Clooney, Nicole Kidman und Jennifer Lopez zum Einsatz gekommen. Super!



 

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